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Gedenkveranstaltung zum 20.Juli 1944
Zum Gedenken an den Tag des deutschen Widerstandes, 20. Juli 1944, wird Hartmut Miethe in diesem Jahr eine Lesung halten, die den Kindern der Widerstandskämpfer gewidmet ist. Diese Kinder mussten die Entscheidung ihrer Eltern, gegen das NS- Regime zu opponieren, mittragen, ob sie es wollten oder nicht.
Aus Gründen der Geheimhaltung waren sie nicht über die politischen Ziele der Erwachsenen informiert. Als aber die geplanten Aktionen scheiterten, wurden die Kinder brutal in die Folgen der Rachefeldzüge der NS-Justiz einbezogen. Die Eltern waren nun nicht mehr geachtete Persönlichkeiten, sondern Verbrecher, Verräter und Volksfeinde. Viele Kinder kamen in Heime und sollten für immer von ihren Familien ferngehalten werden.
Die sogenannte „Sippenhaft“ wurde zum Instrument der Vergeltung. Aber auch nach dem Zusammenbruch des 3.Reiches hatten es die Kinder der „Verräter“ nicht leicht.
Bis Ende der 50ziger Jahre galt der Widerstand weiter als Verrat an Deutschland. Ein schweres Thema war ebenfalls die Verarbeitung der Hinrichtung von Vater oder Mutter sowie anderer Angehöriger und Freunden. Bis heute wirken diese dramatischen Ereignisse in den Familien der Betroffenen weiter. Auch die Enkelgeneration muss ihr persönliches Verhältnis zu den Geschehnissen finden.

Die Lesung wird musikalisch ausgestaltet durch Ulrike Sgodda-Theiß und Margarethe Müller -Hillebrand.