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Gedenkveranstaltung zum 20.Juli 1944
Es ist Tradition geworden, dass Pfr.Hartmut Miethe am 20.Juli einen Beitrag zur Erinnerung und Mahnung im Barfüsserkloster präsentiert. Unterstützt wird er hierbei von Kantorin Ulrike Sgodda- Theiß, die die musikalische Ausgestaltung übernimmt.Das Thema des Vortrages lautet : Plötzensee: Ort der Erniedrigung und Aufrichtung.Die Haftanstalt Berlin -Plötzensee  sollte im Sinne der Nationalsozialisten zum Ort der Erniedrigung und Demütigung für die Widerstandskämpfer/Innen werden und wurde doch gegen den Willen der Machthaber zu einem Symbol für ihre eigene Schande und Menschenverachtung.Die an Fleischerhaken aufgehängten Verurteilten hatten schon im Lauf der Prozesse spürbar werden lassen, dass ihre moralische Integrität über die NSIdeologie erhaben war und in sich schon den Keim für ein neues Deutschland trug, das sich nach 1945 langsam und stetig entwickelte. Filmmaterial von den Hinrichtungen , zu Propagandazwecken gedreht, wurden dann doch vorsichtshalber unter Verschluss gehalten, weil die Machthaber einer möglichen Sympathiewirkung für die Opfer entgegenwirken wollten.  Plötzensee sollte zum Endpunkt der Widerstandsbewegung werden und wurde doch zum Beginn der Demokratie, die es stets wachsam zu pflegen gilt.Darin liegt das Vermächtnis der vielen in Berlin Hingerichteten für unsere Gegenwart.